Verfasst von: politgirl in: 29. Januar 2010
08.01. 2010 Tag der Wahlen im Landeselternausschuss erschien in der TAZ folgender Artikel:
Es sieht ganz danach aus, als würde der alte der neue werden: André Schindler ist Vorsitzender des Landeselternausschusses (LEA) in der dritten, je zwei Jahre währenden Amtsperiode. Heute wird der oberste Elternsprecher der Stadt von den aus den Bezirkselternausschüssen (BEA) entsandten Mitgliedern des LEA voraussichtlich wiedergewählt.
Dabei ist Schindler nicht unumstritten: Als Verfechter des mehrgliedrigen Schulsystems ist er ein erklärter Gegner der rot-roten Schulpolitik. In deren Schulreform, die Haupt-, Real- und Gesamtschulen zu Sekundarschulen zusammenfassen will, wittert Schindler den Plan, die Gymnasien zu schließen. Dagegen kämpft er – und schießt dabei gerne recht scharf: Als in der SPD im Oktober über neue Zugangsregelungen für Gymnasien geredet wurde, lautete der Titel der LEA-Pressemitteilung: “Gymnasien droht Schließung”.
Dass der oberste Elternsprecher keineswegs immer die Meinung der von ihm vertretenen Eltern oder auch nur die aller LEA-Mitglieder wiedergibt, zeigte sich auch im Dezember: Nach einer LEA-Debatte über ein von Kitaeltern angestrebtes Volksbegehren für mehr Personal in Schulhorten meldeten Zeitungen am nächsten Tag, der LEA lehne dessen Unterstützung ab. Dabei sei der “durchaus bunten Debatte” keinerlei Abstimmung gefolgt, so eine Teilnehmerin, die lieber anonym bleiben will.
Überhaupt sind offene Schindler-KritikerInnen im LEA schwer zu finden. Zwar seien “nicht alle mit Schindler glücklich und zufrieden”, sagt etwa Kathrin Schulz, Vorsitzende des BEA Pankow und Mitglied im LEA. Offene Opposition gebe es aber ebenso wenig wie GegenkandidatInnen: “Das ist eben ein Ehrenamt, das viel Zeit bindet”, so Schulz. Es sei schwer, dafür Leute zu finden. Sie selbst hat mit Schindler weniger inhaltliche Probleme: Eltern seien eben “eine sehr heterogene Gruppe, da ist es schwer, eine Richtung zu finden.” Und der Vorsitzende könne schließlich nicht vor jeder öffentlichen Stellungnahme Rücksprache mit allen Mitgliedern des Gremiums halten. Doch sein Stil sei “unglücklich”, meint Schulz: “Ich komme mir manchmal vor wie am französischen Hof.”
Schindler halte wenig von interner Kommunikation und Basisdemokratie, sagt auch Thomas Lembke, Vorsitzender des BEA Tempelhof-Schöneberg. Zudem seien im LEA vor allem die “sehr bildungsnahen Eltern” vertreten. Auf Bezirksebene “wird offener diskutiert und wir haben auch Eltern aus Brennpunktgegenden”, so Lembke.
Noch schärfer formuliert Elternvertreter Remzi Uyguner aus Kreuzberg: “Schindlers Positionen sind ungeeignet, sozial benachteiligte SchülerInnen zu unterstützen”, sagt er. Und: “Er vertritt nur eine Sorte Eltern: die bildungsorientierten. Alle anderen kommen zu kurz.” Uyguner vertrat den BEA Friedrichshain-Kreuzberg im Landeselternausschuss, bis der BEA vor zwei Jahren, aus Protest gegen Schindlers Positionen, die Zusammenarbeit einstellte.
Auch Doreen Kröber, Lichtenberger Elternvertreterin im LEA, geht kaum noch zu dessen Treffen. Die Mutter eines autistischen Sohnes hat das Netzwerk Förderkinder zur Unterstützung behinderter Schulkinder mitgegründet. Doch zu Runden Tischen, die der LEA mit der Senatsbildungsverwaltung zu diesem Thema plant, wurde sie nicht eingeladen. Sie fühle sich im LEA nicht respektiert, sagt Kröber: “Da setze ich meine Zeit lieber sinnvoll etwa für das Netzwerk ein, als stundenlang im LEA zu sitzen, wo keine echten Debatten stattfinden.” ALKE WIERT
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=ba&dig=2010%2F01%2F08%2Fa0151&cHash=d08bfdaf06
Verfasst von: politgirl in: 18. Januar 2010
So langsam nimmt das ganze Geschehen hier absurde Züge an.
Da sitzen Eltern in den Gremien bis hoch auf die Landesebene, die in keinster Weise eine Berechtigung diesbezüglich haben, weil das eigene Kind an keiner allg. bildenden Schule mehr ist.
Befindet sich das Kind an keiner allg. bildenden Schule mehr, erlischt sofort die Mitgliedschaft in allen! Gremien und nicht erst zum Ende der Wahlperiode oder zum Ende des Kalenderjahres. Habe ich schriftlich aus der Senatsverwaltung für Bildung mitgeteilt bekommen, heute.
So einen Fall gibt es im Landeselternausschuss der mir bekannt ist und ich seit Monaten den Vorstand mehrmals davon in Kenntnis setzte. Interessiert den Vorstand nicht, es ist egal.
3 Tage nach den LEA Wahlen fiel dann plötzlich der Person ein, dass im letzten Jahr anfangen wurde ein anderes Kind zu vertreten. Es werden mir sogar mit rechtlichen Schritten gedroht, sollte ich weiterhin meine Meinung kund tun. Seltsamer Weise wurde in den Diskussionen in den Monaten zuvor mit dieser Person in mehrmaligen persönlichen Gesprächen, dieses nicht erwähnt, im Gegenteil ich fragte noch nach einer Vollmacht für ein anderes Kind. Nein, gibt es nicht. Lächerlich, ich werde das bis zum Ende aufklären lassen. Ich lasse mich weder in die Enge treiben, noch lasse ich Lügen über mich verbreiten und was auch immer noch so kommen mag.
Am 19.12. teilte ich dass nochmals schriftlich allen Mitgliedern des Landeselternausschuss mit und wie üblich schweigt die große Masse mehrheitlich in der Runde.
Privat geben sie mir alle Recht – aber offen und ehrlich seine Meinung sagen – nein. Wie die kleinen Schülerinnen stehen sie alle vor dem großen Lehrer mit ihren großen Augen und ihrer Angst vor dem was vom Lehrer kommt. Es ist zum Kotzen.
Mir wird ja auch hinter her spioniert, was ich hier schreibe oder bei Twitter – ist mir wurscht. Es sind sogar E-Mails aus dem Netzwerk an fremde Personen weitergeleitet worden, dabei ist jenes verboten. Oder ich schreibe etwas auf den Listen und Person X ruft Person Y an um zu berichten. Person Y ruft dann Person B an und so geht das alles seinen Gang. Zum Schluß, wie bei dem Kinderspiel “Stille Post” kommt nur Müll bei heraus, völlig verdreht und vernuddelt.
Ich werde alles gnadenlos öffentlich machen, jawohl das werde ich.
Verfasst von: politgirl in: 12. Januar 2010
Diese Frage beschäftigt mich mal wieder aktuell. Was ist anderen Leuten wichtig im Leben? Welche Ziele verfolgen sie, wo wollen sie hin? Was ist so wichtig daran in einem Elterngremium zu sitzen, ohne wirkliche Legitimation bzw. eine vorgeschobene die nicht nachweisbar ist.
Welche Interessen verfolgen solche Menschen? Worum geht es wirklich? Wissen sie eigentlich worum es im Leben geht? Welche Wertevorstellungen haben solche Menschen, die andere “fertig” machen wollen auf Gedeih und Verderb? Warum, wo liegt die Intention? Gibts Geld? Gibts Anerkennung?
Nein, ich glaube nicht.
Es geht einzig darum, dass geringe Selbstwertgefühl aufzupolieren, die Klappe aufzumachen und gehört zu werden obwohl eigentlich das niemand interessiert. Da wird nur Heuchelei ins Spiel kommen, eine wirklich echt Anerkennung die aus dem Herzen kommt gibt es nicht für solche Menschen, sie werden nur ausgenutzt.
Eine Schachfigur zu sein und es nicht zu bemerken, tut mir aufrichtig leid.
Mehr dazu später, denn ich habe meine wichtigen Dinge um mich: Meine Familie, meine Freunde und ganz viele andere Menschen. Das sind meine Prioritäten und daran wird sich auch nichts ändern – niemals.
Verfasst von: politgirl in: 7. Januar 2010
Erstaunliche Dinge tragen sich hier in unserem Microkosmos at home zu: Max hat offensichtlich eine Verehrerin, 4 Jahre alt. Dieses süße Mädel wohnt bei uns auf dem Flur in der gegenüberliegenden Wohnung und er bekommt seit über einer Woche täglich bis zu 3 Botschaften in Papierform gemalt, schön geschnippelt, beklebt von der Maus.
Da die Wohnung von Mausi relativ klein ist, haben die Eltern das Trampolin in den Hausflur gestellt und Mausi hüpft dort immer munter und ausdauernd herum oder sie bastelt dort. Max fand das irgendwie immer “naja”, aber Kontakt wollte er nie. Letzte Woche nun, trafen wir Mausi auf dem Rodelplatz und sie wollte mit Max spielen. Es funktionierte nicht richtig, immerhin ist der Knabe mittlerweile 10 Jahre alt und eben ein Autist, der nicht sonderlich viel mit Menschen anfangen kann. Weil dazu benötigt es schon Zeit und Empathie.
Mausi ging dann irgendwann mit ihrer Mama nach Hause und kurze Zeit später zog es uns auch in Richtung warmer Hütte.
Das übliche und doch diesmal veränderte Bild, nachdem der Fahrstuhl aufging: Mausi auf dem Trampolin und noch 2 andere jüngere Kinder- ein Junge und ein Mädel.
Zuerst stand Max im Flur und schaute nur zu und plötzlich war er in der Wohnung der Nachbarn verschwunden. O.k. tief durchatmen, dass sind ganz nette Leute. 10 Minuten später kam er nach Hause, reicht ja auch.
Soweit zur Vorgeschichte:-)
Am Wochenende hat Mausi bei uns gebimmelt und wollte sich mit Max verabreden zum Rodeln. O.k., aber ohne Zeit und Ort dann doch ziemlich blöd und Max war das irgendwie “oll”.
Gestern früh bimmelte es und Mausi stand vor der Tür, es folgten wieder nette Bildchen und die Verkündung, dass sie einen Brief für Max hat und wann er denn da ist, weil sie ihn übergeben möchte. “Max ist zu Hause, wenn seine Stiefel vor der Tür stehen.”
18.30 Uhr bimmelt es erneut, tragisch für Mausi: Wir waren in der Küche und haben Abendbrot zubereitet und da lässt er sich durch nichts und niemanden stören, was auch fatal wäre. Also gab Mausi den Brief der großen Schwester von Max.
Max sah den Brief und gut ist.
Er will weder antworten noch sonstige Dinge veranstalten, dass kann ich verstehen. Aber Mausi tut mir wirklich leid.
Ob ich sie einfach einlade und Max dann vor vollendete Tatsachen stelle?
Verfasst von: politgirl in: 6. Januar 2010
……..und bleibt weiterhin am Ball, denn es bleibt spannend. Es geht um Mobbing, Lug und Trug, Täuschung und Taschenspielertricks bei einigen Mitgliedern im Landeselternausschuss.
Ich bin ganz entspannt.