Danke an den Schutzengel

Veröffentlicht am 16. Juni 2010

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Mir ist immer noch schlecht;-(

Den Schulweg absolviert Max immer Roller fahrend (mittlerweile ohne Helm), damit er irgendwann alleine zur Schule gehen/fahren kann. Mit dem Roller fühlt er sich sicher, weil er im Notfall schnell wegfahren kann. Und nein, er kann kein Fahrrad fahren in seiner Alters-, und Gewichtsklasse und nein ich und er, wir wollen kein Therapiefahrrad.

Des weiteren geht er nur mit seinem Roller alleine runter, endlich und das auch erst ein paar Wochen, obwohl er fast 11 Jahre alt ist, wie alle anderen Kinder auch. Wir sind unendlich stolz auf ihn und auf uns, dass wir es geschafft haben.

Davor musste ich immer mit ihm auf den Spielplatz gehen oder um den See mit ihm laufen oder einfach nur so spazieren fahren/ich laufend.

Der Roller ist seine Kommunikationskrücke, sein sicherer verlässlicher Freund, sein Spaßfaktor. Er spielt nicht mit anderen Kindern unten Fußball oder geht mit anderen Kindern klettern oder in der Gegend rumstromern. Er ist immer alleine mit dem Roller unterwegs, weil er so ist wie er ist und Max ist dabei sehr glücklich.

Im August kauften wir ihm einen neuen Roller, den Hudora Big Wheel GS 205 weil er die besten Kritiken erhielt insbesondere wegen der großen “Reifen”.

Wie jeden Morgen brachte ich Max zur Schule, er fahrend und ich laufend. Kurz nach der Ampel vor der Schule passierte das Unglück:

Er stieg vom Roller, weil er wieder ein tolles Auto sich ansehen wollte:-)

Als er dann erneut aufsteigen wollte, rollte der Roller nicht mehr richtig bzw. er ließ sich nicht mehr gut lenken, er war irgendwie fest. Innerhalb einer Zehntelsekunde stieg er wieder ab.

Dann versuchten wir den Roller irgendwie wieder beweglich zu bekommen, ich dachte an Dreck oder einem Stein/Stock der irgendwo eingeklemmt war. Nichts zu sehen, Max wurde immer unruhiger.

Der Schulhelfer sah die Szene und ging uns langsam ein Stück entgegen, dann winkte ich ihn heran ein Overload drohte und wie das endet wissen wir ja alle. Kurze Lagebesprechung, ich schlug vor dem Hausmeister der Schule den Roller zu geben, damit er sich das mal näher ansehen kann, ich als Frau bin da leider überfragt. Der Hausmeister würde mir sicherlich ohne zu zögern den Gefallen erweisen.

Aber: Unser Schulhelfer ist ja auch ein Mann:-), er kniete sich nieder und betrachtete ausführlich den Roller und ich stand neben Max, damit er mir nicht weg läuft – ich versuchte ihn irgendwie abzulenken.

Fazit: Kugellager im Eimer, aber total. Wir haben Glück gehabt, dass es nicht während der Fahrt weg gebrochen ist, der Roller fährt nämlich ausgesprochen schnell.

Und nun? Was tun wir jetzt? Ich kann mal nicht so eben 60 Euro auf die schnelle locker machen um einen neuen Roller zu kaufen. Wenn ich den Roller einschicke, dauert es sicherlich ewig bis wir einen neuen haben. Bis dahin kann ich zusehen, wie ich Max in die Schule bekomme, er wird bis dahin nicht mehr runter gehen wie andere Kinder und er wird traurig sein, sehr traurig und das bricht mir immer das Herz.

Veröffentlicht unter:Aus dem Leben