Ein verlorenes Handy und ein Feuerwehreinsatz;-)

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Nach der Schule gab es das übliche hier zu Hause: Cappuccino trinken mit den Kids und ein wenig plaudern, dann entschwanden beide Kinder nach unten.

Max mit seinem Roller Richtung Jugendklub und Teenie mit ihrer Freundin wohin auch immer. Mütter müssen nicht alles wissen, nur Vertrauen in die eigene Erziehung ist wichtig.

Eine Stunde später klingelte es unten an der Haustür. Max mit weinerlicher Stimme: “ Ich habe mein Handy verloren.“

Ich ging dann in die Küche um den Schlüssel und mein Handy einzusammeln, dabei blickte ich aus dem Fenster und sah große Rauchwolken. Ein Anruf bei der Feuerwehr, Daten durchgegeben und auf zu Max nach unten, der wie wild klingelte. (Ich war nicht die einzige die bei der Feuerwehr angerufen hat wurde mir gleich mit geteilt.)

Da stand er nun mit seinen 1,53 Meter, ein Häufchen Elend und weinte hemmungslos. Ich muss erwähnen, dass er ungewöhnlich nah am Wasser gebaut hat.

O.K. es ist für mich kein Drama wenn er sein Handy verliert, es wird ein neues besorgt und gut ist. Aber für ihn ist es das selbe, als wenn ein Kleinkind sein Lieblingskuscheltier verliert.

Das Handy bedeutet für ihn Sicherheit weil er jeder Zeit Hilfe holen kann, Geborgenheit weil es ein Stück von zu Hause ist und letztlich ein Stück Abnabelung, weil alle Kinder in seinem Alter ein Handy haben.

Die Welt stützt zusammen.

Glücklicherweise konnte er sich irgendwie erinnern, wo er meinte das Handy verloren zu haben und wir gingen auf die Suche.

Mantramäßig sagte ich immer wieder in Dauerschleife: Max es ist nicht schlimm, wir besorgen dir sofort ein neues Handy innerhalb einer Woche.

Mit meinem Handy rief ich sein Handy in Schleife an, in der Hoffnung das wir es hören. Max legte sich auf den Weg um so besser unter die Autos sehen zu können und in die Büsche. Er lag wirklich auf dem Weg. Ich blendete die anderen Menschen die dumm dreist zu sahen einfach aus, keine Nerven für Fragen, es zählte nur mein verzweifeltes Kind und nichts anderes.

Und dann ca.300 Meter von zu Hause, als wir umdrehen wollten um nach Hause zu gehen – hörten wir das Telefon und nach einigem Suchen fanden wir es dann endlich.

Alles war wieder gut und wir beschlossen noch einkaufen zu gehen. Als wir um die Ecke zu unserem Haus bogen, stand vor unserer Haustür eine Feuerwehr und Feuerwehrmänner suchten offensichtlich etwas. Mir wurde übel, denn bevor Max anrief hatte ich mit Marco (Twitterbekanntschaft) telefoniert und ihm erklärt, dass es heute Abend Nudeln gibt.

Die Schrecksekunde dauert nicht lange, denn die Nudeln hatte ich heute im Laufe des Tages bereits zubereitet:-))

Die Feuerwehrleute suchten nach dem Brandherd und nach evtl. Glutnestern, von dem gemeldeten Brand. Hier ist im Moment alles voller Pappelpollen, wir ein flauschiger weißer Teppich.

Merke: Auch Autisten können dazu lernen und ich bin sehr stolz auf den Bengel.

1. Nachdem er alleine gesucht hatte und merkte er kommt nicht weiter, kam er nach Hause – weinend aber er kam nach Hause.

2. Er hat sich ungefähr gemerkt wo er es verloren hat.

3. Er hat in dieser Situation mit mir geredet, schwierig und schwammig,chaotisch – aber er hat gesprochen:-))

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