Part I „Inklusionskonzept“ Schule in Lichtenberg liegt auf Eis:-))

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Inklusionskonzept“ Schule in Lichtenberg liegt auf Eis:-))

Verfasst von: politgirl Am: 28. Februar 2011

Dumm gelaufen, für alle die am Diskussionsvorschlag der Arbeitsgruppe „Fortschreibung Schulentwicklungsplanung“ in Berlin Lichtenberg mit gearbeitet haben.

Am 21. 02. 2011 fanden die Neuwahlen zum Bezirksschulbeiratsvorsitzenden sowie stellv. Vorsitzenden statt.

Die Wahlen, die im Januar erfolgten wurden für ungültig erklärt.

Im Anschluß an die Wahlen am Montag  fand die gemeinsame Sitzung mit dem Bezirkselternausschuss Schule statt, dort wurde der Diskussionsvorschlag durch die Stadträtin erläutert.

Dieser sollte am 07.03. 2011 in Form einer Anhörung des BSB quasi in Sacke und Tüten gelegt werden.

Schulentwicklungsplanung_Lichtenberg_Inklusion_Diskussionsentwurf

Glücklicherweise hatte ich den Vorschlag schon Tage vorher auf dem Tisch und konnte mich entsprechend vorbereiten, denn was ich dort las war das schlimmste, unqualifizierteste Papier  überhaupt.

Zwangsweise aus dieser Erkenntnis heraus lies ich mich zur ersten stellv. Vorsitzenden des Bezirksschulbeirates wählen, da der Vorsitzende ein Schüler ist und auf dem Gebiet der sonderpädagogischen Förderung sich nicht auskennt.

O.K. weiter im Text. Die Stadträtin stellte das Papier vor und dann wurde die Diskussionsrunde eröffnet. Zur Disposition standen folgende Schulschliessungen/Auslaufen der Schulen zum Schuljahr 2012/2013:

Schule am Breiten Luch – Förderschwerpunkt Lernen

Selma Lagerlöff Schule – Förderschwerpunkt Sprache

Schule an der Viktoriastadt – Koop. Grundschule sowie Förderschwerpunkt Lernen

Schule am Fenpfuhl – Förderschwerpunkt Lernen

Ich führte mit aller Deutlichkeit aus, was ich von diesem Vorschlag halte, insbesondere das damit gegen geltendes Recht verstoßen wird. Nicht nur gegen das Berliner Schulgesetz sondern auch gegen die UN Konvention.  Eine ordentliche Anhörung wie nach dem Schulgesetz vorgeschrieben wird es mit diesem Papier nicht geben und verklagen würde ich auch alle beteiligten, sollte das Konzept so beschlossen werden.

20 Menschen, teilweise hoch bezahlt, fabrizieren solchen menschenunwürdigen Unsinn – ohne Sinn und Verstand.

(Ich werde dafür nicht bezahlt und schreibe das Papier um, ich denke Zeit wird s, oder?)

Mein Vortrag muss so beeindruckend gewesen sein, dass es im Anschluß ein 4 Augen Gespräch mit der Amtsleiterin Schule gab auf dem Flur im Rathaus.

Der persönliche Mitarbeiter der Schulstadträtin rief mich am nächsten Morgen ebenfalls an und wir erörterten die Lage, vereinbarten einen Arbeitstermin.

Wie üblich machte das im Bezirk die große Runde und viele Menschen haben sich bei mir bedankt:-)

Heute rief mich dann die Stadträtin an. Fazit: Das Konzept zum neuen Schulentwicklungsplan wird in zwei Teile aufgesplittet, ein Teil betrifft nur die geplante Inklusion und das wird nur zur Kenntnis geben, natürlich leicht modifiziert so wie ich das für richtig halte. Dann werden wir uns alle in Ruhe zusammen setzen und ein neues,besseres Konzept erarbeiten.

Natürlich u.a. nach diesen Maßgaben:

Wunsch-, und Wahlrecht der Eltern bleibt erhalten ob sie eine integrative Beschulung wünschen oder einen Schulplatz an einem Förderzentrum,dass heisst der Bezirk muss!! ein Förderzentrum Lernen und Sprache offen halten.

Und dann ist laut Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ist die aktive Einbeziehung und enge Konsultation der Menschen mit Behinderungen bei der Ausarbeitung und Umsetzung von Rechtsvorschriften und politischen Konzepten sowie anderen Entscheidungsprozessen im Artikel 4 Abs. 3 zwingend vorgeschrieben und das werde ich durchsetzen!!

4 (3) Bei der Ausarbeitung und Umsetzung von Rechtsvorschriften und politischen Konzepten zur Durchführung dieses Übereinkommens und bei anderen Entscheidungsprozessen in Fragen, die Menschen mit Behinderungen betreffen, führen die Vertragsstaaten mit den Menschen mit Behinderungen, einschließlich Kindern mit Behinderungen, über die sie vertretenden Organisationen enge Konsultationen und beziehen sie aktiv ein.

Unter diesem Druck ist dann die AG Inklusion Lichtenberg zu stande gekommen.

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Ein Kommentar zu „Part I „Inklusionskonzept“ Schule in Lichtenberg liegt auf Eis:-))

    […] Die Kerbe ist: Solange das Inklusionskonzept des Senats nicht beschlossen wurde…….. lalalala. Es wird mal wieder auf die freiwerdenden Förderzentren spekuliert, dass hatten wir bereits vor 2 Jahren schon mal. […]

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