Landeselternausschuss Schule PM zum Schulessenskandal durch Großcaterer

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LEA-PRESSEERKLÄRUNG zum Schulessenskandal durch Großcaterer
Dieser Vorfall mit der sich darstellenden weiten Verbreitung der Krankmacher belegt nur eines der Problemfelder unserer Schulessensversorgung.

Während die Frische und der gesunde Wert des Essens für unsere Kinder quer durch Teile Deutschlands auf der Strecke blieb, haben die Krankheitserreger überlebt.

Der Landeselternausschuss fordert eine schulnahe, regionale Versorgung unserer Kinder, die auch kleineren und mittleren Betrieben wieder eine Chance gibt, sowie eine sukzessive Rückkehr zu den Schulküchen Vorort.

Darüber hinaus gilt es die Beteiligung der Eltern an der Mitgestaltung und Kontrolle der organisierten Essensversorgung einzufordern. Dieser Bereich der gelebten Ernährung in den Schulen sollte ebenfalls in den Schulinspektionsberichten Erwähnung finden.

Die Zustände spitzen sich zu und sind nicht mehr akzeptabel. Die verantwortlichen Stellen sind dringlich zum Handeln aufgerufen.

Günter Peiritsch
Vorsitzender  LEA_PE_Schulessenskandal_28092012

Eine ergänzende Stellungnahme der AG Schulesssen zum Schulessenskandal in Berlin und den östlichen Bundesländern.

Mit Entsetzen nimmt die AG Schulessen des Landeselternausschusses Berlin zur Kenntnis, dass bisher ca. 4000 Kinder offensichtlich durch ein verdorbenes Schulessen eines Großcaterers erkrankt sind. Wir wünschen den Betroffenen eine schnelle Genesung.

Wir fordern eine lückenlose Darstelllung und Analyse dieses Vorfalls durch die verantwortlichen Stellen auf Bezirk- und Landesebene.
Alle Eltern müssen umgehend und umfassend informiert werden.

Darüber hinaus sehen wir die Senatsverwaltungen für Bildung, Finanzen, Gesundheit und Verbraucherschutz mehr denn je in der Pflicht, eine tragfähige Strategie zur Vermeidung eines derartigen Skandals und zu einer qualitativen Mittagsessensversorgung zu erarbeiten.

Auf folgende Zusammenhänge müssen wir erneut hinweisen:
1. Die Unterfinanzierung des Schulessens führt zum Einsatz qualitativ minderwertiger Lebensmittel. (Für den Wareneinstand bleiben derzeit in Berlin ca. 50 Cent pro Portion Schulessen).
2. Der erhöhte Kostendruck birgt die Gefahr, dass in den Cateringfirmen nicht ausreichend qualifiziertes Personal zum Einsatz kommt.
3. Eine effektive Qualitätskontrolle durch die zuständigen Stellen auf Bezirks- und Landesebene ist derzeit nicht gewährleistet. (Beispielsweise werden selbst die Schulämter als Vertragsgeber bei Verstößen gegen die Lebensmittelhygiene nicht durch das zuständige Veterinär Amt informiert).

Wir fordern:
1. eine auskömmliche Finanzierung des Berliner Schulessens.
2. eine dezentrale und schulortsnahe Mittagsessensversorgung.
3. Transparente Informationen von Schulen und Eltern.
4. Veränderte Strukturen, um verantwortliches Handeln endlich möglich zu machen!

Die Gesundheit unserer Kinder darf nicht zum Spielball der Zuständigkeiten sein. Das „Ping- Pong Spiel“ in der Übernahme der Verantwortung für die qualitative Ausgestaltung des Schulessens zwischen dem Land Berlin und den Bezirken muss beendet werden! Preisdruck und mangelnde Kontrolle sind der Nährboden für derartige Lebensmittelskandale.

 

Ich bin froh, dass wir, Eltern der Carl-von-Linne Schule,  nach langen Verhandlungen mit dem Bezirksamt den Vertrag mit dem Caterer gekündigt bekommen haben.

Eure Doreen

P.S. Leider ist die PM nicht auf der Website des LEA zu finden, deshalb ist sie bei mir.

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