LEAK:Offener Brief d. Eltern d. Paul und Charlotte Kniese Schule

Gepostet am Aktualisiert am


So, da bin ich wieder:-)

Mir wurde durch die Elternvertreterinnen der o.g. Schule (Förderzentrum „Sehen“)  erlaubt einen Brief zu veröffentlichen, der an alle Fraktionen im Abgeordnetenhaus von Berlin sowie an alle Fraktionen der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg am 26. 11. 2012 per E-Mail verschickt worden ist.

Hier geht es zum Ursprungsartikel samt Kommentare: Senatsv. f. Bildung versucht eine seit Jahren inklusiv arbeitende Schule abzuwickeln 

Aufgrund diesen Blogartikel wurde das Thema in der letzten Abgeordnetenhaussitzung in der spontanen Fragestunde kurz besprochen.

Zitat: „Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule

Erich-Kurz-Str. 6-10

10319 Berlin

Modellversuch „Inklusive Schwerpunktschule“

Sehr geehrter xxxxx!

Mit großem Unverständnis haben wir Eltern der Kinder aus der derzeitigen Klassenstufe 6 der Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule in Berlin-Lichtenberg davon Kenntnis erhalten, dass es ab dem Sommer 2013 aufgrund von Schulreform-Maßnahmen seitens des Berliner Senats zu maßgeblichen Veränderungen bei der Beschulung der Oberstufe an dieser Schule kommt.

Unsere Kinder besuchen seit einigen Jahren bzw. seit Schulbeginn speziell diese Schule, da sie einen anerkannten sonderpädago-gischen Förderbedarf „Sehen“, teilweise  verbunden mit anderem Förderbedarf wie „Hören“ oder „Lernen“, haben und diese Schule in jeglicher Hinsicht auf ihre speziellen Bedürfnisse und Anforderungen angepaßt ist.

Ein ganz wesentlicher Aspekt der Beschulung hier bildet für uns Eltern der Umstand, dass die Kinder hier auch in Gemeinschaft mit ähnlich beeinträchtigten Kindern lernen (also keine Einzelfälle darstellen!), aber auch ein ausgewogenes Verhältnis von Schülern mit und ohne Beeinträchtigungen besteht. Hier an dieser Schule ist es bisher sehr gut gelungen, allen Kindern und Jugendlichen, mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf, in ihren differenzierten Bedürfnissen und Leistungsvermögen bei der Gestal-tung des Schulalltags und des sozialen Umfeldes gerecht zu werden. Damit wird die Kniese-Schule in ihrer Lehr- und Lernmetho-dik den vom Senat angestrebten grundsätzlichen Prinzipien der geplanten „Inklusiven Schwerpunktschulen“ in jedem Fall gerecht.

Infolge der geplanten Veränderungen ist eine weitere Beschulung unserer Kinder ab der Klasse 7, so wie es bisher in der Vergan-genheit an der Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule praktiziert worden ist, grundsätzlich in Frage gestellt und hat bei uns Eltern und den Kindern zu großem Unverständnis, Unsicherheit und vielen offenen Fragen geführt.

Als Grund für die geplanten Änderungen hinsichtlich der Beschulung ab der Oberstufe wurde seitens des Senats angegeben, dass es seit diesem Jahr geänderte Richtlinien zum Aufnahmeverfahren von Schülern an Schulen mit sonderpädagogischem Förderbe-darf gibt, was zur Konsequenz hat, dass ab der Klasse 7 keine „nichtbehinderten“ Schüler mehr an dieser Schule aufgenommen werden, so wie es in der Vergangenheit gehandhabt wurde. Es wurde nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die an der Kniese-Schule bisher an der Oberstufe praktizierte Art und Weise der gemeinsamen Unterrichtung von Kindern/Jugendlichen mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf außerhalb existierender Rechtsgrundlagen erfolgt ist, also vonseiten des Berliner Senats mehr oder weniger „geduldet“ wurde.

Bereits im Frühjahr dieses Jahres hat die Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule den Antrag auf Festlegung zu einer „Inklusiven Schwerpunktschule“ gestellt. Da es zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine verbindlichen Rechtsgrundlagen für die Umsetzung der Inklusion an den  Berliner Schulen gibt und dies auch nicht bis zum Sommer 2013 zu  erwarten ist, wurde dieser Antrag der Schule seitens des Senats bisher nicht positiv beschieden. Dies hat zur Folge, dass im kommenden Schuljahr keine Schüler ohne sonderpädagogischen Förderbedarf in die Oberstufe der Kniese-Schule mehr aufgenommen werden dürfen.

Aus vorstehend genannten Gründen wenden wir Eltern uns auch im Namen unserer Kinder  mit der Bitte an Sie, uns in unserem Bemühen um ein mögliches Projekt der   Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule als Modellversuch für eine „Inklusive Schwerpunktschule“  zu unterstützen.

Damit könnte diese Schule ihr bisher praktiziertes Konzept der Unterrichtung an der Oberstufe in der Zeit, bis ein endgültiger Entscheid seitens des Berliner Senats bzgl. der Festlegung zur „Inklusiven Schwerpunktschule“ getroffen wird, in einem „offi-ziellen“ Rahmen fortführen. Dies wäre aber auch eine berechtigte Anerkennung und Würdigung all der in den vergangenen Jah-ren erbrachten Leistungen, Mühen und Erfolge dieser Schule als „ungeahnter Vorreiter“ für das geplante Konzept „Inklusion“. Mit Sicherheit werden aus den dort jahrelang gemachten Erfahrungen alle anderen künftig nach diesem Konzept arbeitenden Berli-ner Schulen großen Nutzen ziehen können.

Nicht zuletzt würde uns betroffenen Eltern der Kinder der derzeitigen Klassenstufe 6, speziell der Kinder mit sonderpädago-gischem Förderbedarf, eine ganz große Sorge um den weiteren schulischen und entwicklungsmäßigen Werdegang unserer Kinder ab dem kommenden Schuljahr genommen werden!

Da diese Angelegenheit für uns von großer Dringlichkeit ist (auch zeitlich gesehen, da ab Januar die entsprechenden Vorbe-reitungen für den Schulwechsel ab dem Sommer 2013 laufen), wenden wir uns mit unserer Bitte an  alle Fraktionen des Berliner Abgeordnetenhauses sowie an die einzelnen Fraktionen der Bezirksverordnetenversammlung Berlin-Lichtenberg und hoffen auf eine schnelle positive Reaktion Ihrerseits.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen stellvertretend für alle anderen in dieser Angelegenheit involvierten Eltern gern zur Verfügung.

Annette Roscher“

Bislang gab es Rückmeldungen aus 2 Fraktionen der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg, der CDU sowie Linkspartei.

Den Kontakt zu den Eltern kann ich jeder Zeit herstellen, wenn gewünscht.

Eure Doreen
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