Inklusion statt Exklusion: Außenklassen an der Grundschule im Taunusviertel erhalten – Umzug sofort stoppen

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Der Wahnsinn in Tempelhof-Schöneberg in Punkto Bildung hat heute seinen Höhepunkt erreicht:

Dringlichkeitsantrag  für die BVV-Sitzung am 21.8.2013 eingereicht:

Inklusion statt Exklusion: Außenklassen an der Grundschule im Taunusviertel erhalten – Umzug sofort stoppen

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

Die Bezirksverordnetenversammlung empfiehlt dem Bezirksamt, sich bei den zuständigen Stellen dafür einzusetzen, dass ein Umzug der Außenklasse an der Schule im Taunusviertel in die Räumlichkeiten der Steinwald-Schule mit sofortiger Wirkung gestoppt wird und der Unterricht weiterhin an der Schule im Taunusviertel erfolgt.

Ferner müssen umgehend der Sachverhalt nicht nur mit den betroffenen Eltern und Lehrkräften, sondern auch mit dem Beratungs- und Unterstützungszentrum, dem jugendpsychologischen Dienst geklärt sowie sämtliche Gremien wie u.a. der Schulausschuss, die AG Inklusion, der Bezirksschulbeirat angemessen beteiligt werden.

Weiterhin muss geklärt werden, warum am 20.08.2013 der Unterricht für die Kinder der Außenklasse zum „Kistenpacken“ ausgefallen ist, obwohl für ALLE Schüler/innen Schulpflicht besteht.

Begründung:

Vor sieben Jahren wurde die Außenklasse der Steinwald-Schule u.a. an der Elisabeth-Rotten-Schule eingerichtet. Dort bestand sie vier Jahre bis zum Umzug der Steinwald-Schule in die Räume der Elisabeth-Rotten-Schule. Die Kinder der Außenklasse sind dann vor drei Jahren in die Räumlichkeiten der Grundschule im Taunusviertel gezogen. Auch dort wurden die Kinder sehr erfolgreich in den Schulalltag integriert. Die Kinder lernen, sich gemeinsam mit den anderen Kindern im Alltag durchzusetzen und zu behaupten. Ihr Selbstwertgefühl wird gestärkt und sie lernen, Herausforderungen anzunehmen und zu meistern. Das verhilft ihnen zu einem selbstgestalteten und eigenständigen späteren Leben. Einige Schüler/innen der Außenklassen schaffen sogar einen Übergang in die ISS und haben somit die Chance auf einen Abschluss und eine Berufsausbildung auf dem ersten Arbeitsmarkt.

Nachdem nun die Steinwald-Schule fertig saniert wurde, haben die betroffenen Eltern, deren Kinder nach den Ferien selbstverständlich von ihren Lehrer/innen wieder in den Räumen der Schule im Taunusviertel unterrichtet wurden, am Mittwoch vor einer Woche (14.08.2013) Kenntnis erhalten, dass ihre Kinder in die Steinwald-Schule zum 21.08.2013 „zurückziehen“ werden, obwohl diese nie vorher im Schulgebäude der Steinwald-Schule unterrichtet wurden, die meisten sogar ausschließlich in den Räumen der Taunus-Schule, wo diese sogar den Hort gemeinsam mit den Regelklassenkinder besuchen. Inklusion wird also gelebt und soll nun rückgängig gemacht, die Kinder „exkludiert“ werden.

Dieses Vorhaben muss mit sofortiger Wirkung auch vor dem Hintergrund, dass Tempelhof-Schöneberg Modellbezirk für Inklusion ist, gestoppt werden.

Berlin, den 20. Aug. 2013″

Unfassbar, denn heute früh standen die Umzugswagen vor der Tür, die 7 Kinder die umgesiedelt wurden, sind aufgeteilt worden in verschiedene Lerngruppen an der Steinwald Schule.

Ich glaube es hackt, oder?

Selbstverständlich stehe ich mit Elternvertreterinnen von dort vor Ort in Verbindung, ich gebe gerne die Kontaktdaten weiter.

Eure Doreen

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inklusion-an-berliner-schulen.de

inklusive-schule-in-berlin.de

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2 Kommentare zu „Inklusion statt Exklusion: Außenklassen an der Grundschule im Taunusviertel erhalten – Umzug sofort stoppen

    Holm sagte:
    21. August 2013 um 3:40 pm

    Welch ein kinderfeindlicher Umgang der politisch Verantwortlichen mit unseren Kindern !
    Rücksichtslos, Respektlos, so als wenn Kinder keine Menschen mit Gefühlen sondern
    Verschiebemasse im Architektenbüro sind. Also eigentlich fehlen mir die Worte…

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    Doris sagte:
    21. August 2013 um 10:04 pm

    Leider ist der Dringlichkeitsantrag von Seiten der CDU nicht unterstützt worden.

    Die Unterschiedlichen Sichtweisen der Schulaufsicht, sowie der Elternschaft waren Grund für diese Entscheidung. Herr Olschewski empfahl ein Moratorium einzurichten.

    Auf diese Art von Kommunikation hätte man vor der Entscheidung drängen sollen!

    Die Eltern wurde lediglich von der Entscheidung unterrichtet! Alles war bereits entschieden. Der Elternabend war lediglich eine Informationsveranstaltung.

    Wenn, die Entscheidung, wie in der Stellungnahme zur Mündlichen Anfrage, verlesen, der Umzug schon seit Mai 2013 bekannt war, warum wurden die Eltern nicht schon zu diesem Zeitpunkt informiert bzw. warum wurden diese nicht in die Entscheidungsfindung mit einbezogen?

    Die einzige mögliche Antwort kann, meiner Meinung nach darin bestehen, dass hier die Verwaltung keinen Widerstand dulden wollte bzw. erst aufkommen lassen wollte!

    Die Taunuseltern waren und sind weiterhin daran interessiert den Schwächsten in der Gesellschaft alle Hilfe zuteil kommen zu lassen und, nach Ihrer Ansicht, Fehlentscheidungen, die abgeblich im Sinne der Kinder und eltern von oben getroffen werden, aufzudecken und anzuprangern.

    Ich hoffe, hier ist der Aofel nch nicht gegessen und alles wird ein gutes Ende nehmen.

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