Werkstatt für Menschen mit Behinderungen schützt seine Mitarbeiter nicht. (Re)Traumatisierung. Stigmatisierung.

Gepostet am Aktualisiert am


 

Heute gibt es einen erschreckenden Gastbeitrag über Zustände in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen.

Eure Doreen

P.S. Die Eltern können über mich kontaktiert werden.

 

 

Autismus und Trauma

Seit dem 28.03. 2014  bin ich alles, Mama, tröstende Arme – möglichst in der Anzahl einer Krake, Taschentuchträgerin, Ablenkungsoffizier, Bespaßungsmaschine, Überredungkünstler (damit wir das Haus auch mal verlassen) und letztendlich auch gesetzliche Betreuerin.

Wie es dazu kam und wie es mir damit geht… lest selbst. Bitte versteht, dass ich natürlich keine Namen nenne. Wer sich angesprochen fühlt, der sollte sich fragen warum.

 

Meine Tochter arbeitet in einer Werkstatt für  Menschen mit Behinderungen.

Sie ist Autistin.

Bis zum März 2014 schien die Welt in Ordnung. Aufgrund einer visuellen Konfrontation mit einem Stück Papier im März erfuhr ich von Zwischenfällen während der Arbeitszeit im Jahr 2013.

Meine Tochter wurde beim Einkaufen für die Werkstatt verfolgt und angefasst von einer Frau. Diese forderte sie auf, in ihr Auto einzusteigen, was sie nicht tat. Die Worte der Großen dazu, warum sie nicht eingestiegen sei: „es ist ihrs Auto, nicht meins“. Sie klagte über Schmerzen… die Frau hätte ihr wehgetan. Ich selbst bin kein Autist und so kann ich nur versuchen zu verstehen, warum sie Schmerzen hatte. Anfassen/Berührungen sind ihr ein Gräuel. Nähe geht nur, wenn sie es selbst möchte und umarmen und berühren auch nur dann. Meist nur, wenn es von ihr selbst ausgeht. Dieses „Anfassen“ hat ihr also scheinbar Schmerzen verursacht, weil sie es nicht wollte.

Die Erzählungen der Großen waren tränenreich und ich schwankte zwischen Tränen, Wut und Schock. Abends beschlossen wir dann, das Gespräch mit der Werkstattleitung zu suchen. Der Gedanke, dass so etwas während der Arbeitszeit passieren konnte, beunruhigte mich. Auch gerade aufgrund der Tatsache, dass meine Tochter in der Zwischenzeit in einen recht öffentlichen Bereich der Einrichtung versetzt wurde. Ich äußerte meine Bedenken und Sorgen, wurde müde belächelt. Warnungen unsererseits prallten ab. Man bot an, mal ein Selbsthilfetraining zu machen.

Danke für gar nichts!

So wurden ich und der Fahrer des Fahrdienstes selbst tätig. Ich bat im neuen Bereich inständig darum, dass man sie nicht unbeaufsichtigt draußen sitzen ließe, der Fahrer sprach im Büro noch mal persönlich die Abholzeiten ab. Man wolle es im Dienstplan vermerken, sicherte man mir zu.

10 Tage später an einem Freitag rief der Fahrdienst an „ Ihre Tochter ist weg“. 1,5 Stunden war sie scheinbar spurlos verschwunden. 90 lange Minuten. Sie wurde mitten auf der Straße zu unserem Wohnhaus allein aufgegriffen.

Die Werkstatt hatte sie vor Ende der Arbeitszeit unbeaufsichtigt vor der Tür stehengelassen. Keiner habe sich etwas dabei gedacht. Plötzlich war sie weg – so die Mitarbeiterin. Es sei wohl ihre Schuld. Erst als der Fahrdienst 20 Minuten später kam, um sie abzuholen, sei aufgefallen, dass etwas nicht in Ordnung sei.

Ich hatte mein Kind wieder… waren die ersten Gedanken. Und sie schien unversehrt auf den ersten Blick. Sie sei nach Hause gelaufen. Was ich gedacht habe, äußere ich nicht. Denn alles kam anders.

Abends wollten wir dann ins Bett und da holte uns alles ein. Die Große weinte, sie könne nicht alleine schlafen, sie hätte Angst. Also baute ich ihr Notfallbett bei uns im Schlafzimmer auf. Ich sagte, dass ich nicht verstünde, warum sie Angst hätte, weil sie sei doch lediglich alleine nach Hause gelaufen. Und da könne sie doch stolz sein, dass sie das geschafft hätte, den weiten Weg. Da hörte ich sie sagen: „Ich war nicht alleine“. Ich musste schlucken und fragte, wer bei ihr war. Daraufhin sagte sie, dass es ein Mann gewesen sei. Ich schluckte erneut als sie meinte, dass der Mann auf einem Plakat in der Werkstatt zu sehen sei.

 

Von nun an regierten Albträume und Ängste meine Tochter. Trauma. Ich las viel im Netz – Autismus und Trauma… schwieriges bis gar kein Thema. Wir zogen „Experten“ hinzu, sofern es diese überhaupt gibt.

Das Unfassbare passierte. Mein bislang fast nonverbales Kind kommunizierte mit vollkommen fremden Menschen. Egal wen wir aufsuchten in der Hoffnung eine therapeutische Unterstützung zu erhalten, die Große sprach.

Sie sprach über ihre Angst, über die Schmerzen im Arm, die ihr der Mann zufügte als er sie vor der Werkstatt wegzerrte. Dass sie geweint hat, dass er laut war, dass er sie angeschrien hätte, dass sie ihn nicht mag, ihn nicht mehr wiedersehen will. Über die Frau, die sie nebenher fahrend im Auto beim „Spaziergang“ begleitete.

Die Frau sei in ihrem Kopf und müsse da raus. Sie will nicht, dass die Frau in ihrem Kopf ist. Sie sprach über Autos, deren Farbe und Fabrikat. Sie konnte den Mann beschreiben, was er anhatte, wie er aussah, welchen Schmuck er trug. Erst kürzlich sagte sie, dass er zum Auto gegangen sei, nachdem er sie dort weggezerrt hätte, er hätte eine schwarze Tasche gehabt – eine Sporttasche und eine Flasche Trinken. Immer mehr Details, nach und nach bis heute, dank ihrer absoluten Stärke – visuelle Wahrnehmung. Und viele Fragen, ob der Mann und die Frau ins Gefängnis müssten, damit sie endlich ihre Ruhe hätte, und dass sie keiner mehr anfassen kann. Ob es auch „Schwerverletzung“ sei, dass er sie umarmt hätte und ihr einen Kuss gegeben hätte.

Die Große suchte sichtlich nach Hilfe, bei uns, bei allen Therapeuten. Ein Trauma wurde diagnostiziert. Ein Ende des Traumas endet erst mit Fernhaltung der Verursacher.

Eine Therapie ist nicht nötig, weil sie zu ihrer inneren Ruhe findet, wenn man ihr das äußere Gefühl von Sicherheit zurückgeben würde. Sicherheit? Währenddessen kämpfte und kämpfe ich noch heute mit den Folgen. Ein Geruch, ein Auslöser und klick, alles ist wieder da. Sie weint und hat Angst, plötzlich aus dem Nichts heraus. Meist weine ich mit ihr. Erst heute begreife ich, welche Angst sie in den 1,5 Stunden durchgestanden haben muss, weil sie gar nicht wusste, wie ihr geschah. Warum man ihr wehtat, warum nicht ihr Fahrdienst sie abholte, warum sie mit erst eine Stunde später als normal wieder nach Hause durfte.

Die Werkstatt. Die ersten sechs Wochen posttraumatischer Störung. Nicht ein Anruf, nicht eine Frage wie es ihr geht. Nicht ein Angebot, uns zu helfen. Nicht ein Wort der Entschuldigung, kein Bedauern. Es ist doch schließlich durch die Nachlässigkeit der Werkstatt passiert, oder? Ich habe mein Kind, einen Schutzbefohlenen, in deren Obhut gegeben, so der „Weiße Ring“. Man hat nicht aufgepasst, sie unbeaufsichtigt gelassen, eine hilflose Person. Am Anfang stand der Schock und die Maßgabe, man möchte ja mit dem Arbeitgeber noch eine Weile zusammenarbeiten. Inzwischen behalte ich es mir vor, nachträglich Anzeige zu erstatten. Wir haben sie doch auf das Problem aufmerksam gemacht, oder? Wer zulässt, dass einem anderen Menschen Leid zugefügt wird macht sich der Mittäterschaft schuldig!

Mit der Traumaambulanz wurde ein Konzept zum Wiedereinstieg in die Arbeit ausgearbeitet. Dies wurde von mir an den Arbeitgeber herangetragen. Der Arbeitgeber hat nichts dazu beigetragen. Auch mit diesen Federn versuchte man sich zu schmücken.

Zwei Tage ging es gut, bis die Große erneut fast Opfer einer weiteren visuellen Begegnung geworden wäre. Was folgte, war ein weiteres Vieraugengespräch mit der Werkstattleitung. Ergebnis zusammengefasst: die Werkstatt sei nicht in der Lage die Polizei zu rufen bei eventuellen weiteren Vorkommnissen. Dafür sei man nicht ausgebildet und den Mitarbeitern (wohl gemerkt den Betreuern vor Ort) sei es nicht zuzumuten, dass sie als Zeuge eventuell eine Aussage machen müssten. Würden wir eine einstweilige Verfügung besitzen, sei das eine andere Sachlage. Auf meine Aussage, dass man auch dann die Polizei bei einer einstweiligen Verfügung rufen müsse, blieb man mir jede Antwort schuldig. Ein Hausverbot für Mitarbeiterräumlichkeiten könne nicht ausgesprochen werden.

Die Große solle bis auf weiteres der Arbeit fern bleiben, entweder per Krankschreibung oder per Freistellung. Wir haben uns für die Krankschreibung entschieden.

 

Sozial? Ist es sozial, einen behinderten Menschen vom Arbeitsleben auszuschließen? Ihn vollkommen zu isolieren, Mitarbeiterfreundschaften egal? Ist es sozial, betriebsfremden Personen den Vortritt, vor dem eigenen Schutzbefohlenem Mitarbeiter, für den man den Betreuungsauftrag hat, zu geben? Ist es sozial, bei Vergehen wegzusehen, anstatt die Polizei zu rufen? Fällt das nicht sogar unter Staatsbürgerpflicht? Beginnt die nicht mit der Geburt und gilt für jeden?

Das alles unter den Augen viel diskutierter Inklusion??? Merke: für mein Kind gilt sie nicht.

 

Inzwischen pflastern einige ratlose Menschen unseren Weg. Kaum Hilfe von den meisten Seiten. Nach dem Motto – nichts sehen – nichts hören haben sich einige öffentlichen Stellen in ihre Löcher zurückgezogen. Meist mit der Begründung, dass man so einen „Fall“ noch nie hatte. Der Sommer steht vor der Tür und es ist zu heiß – die Temperaturen und das Thema auch. Aber vielleicht ein Pressethema, denn wir sollten mal wieder das Sommerloch füllen?!

 

Inzwischen weiß ich, dass wir scheinbar das große Glück hatten, die einzige Werkstatt in Berlin zu finden, deren Mitarbeiter nicht ausgebildet sind die Polizei zu rufen. *Ironie

Man kann es als Glück oder Unglück sehen, dass wir so gesehen den Sommer arbeitsfrei und geschenkt bekamen. Ich empfinde es als Abschieben eines Menschen mit Beeinträchtigung. Einem „aus dem Weg gehen von Unannehmlichkeiten“. Und der Ruf eilt voraus, egal wohin ich höre, der Ruf der Einrichtung ist nicht immer gut.

 

Wie es weitergeht… ich weiß es nicht im Moment. Um ein wenig Öl ins Feuer zu gießen für argwöhnische Betrachter des Umgangs mit Menschen mit der Diagnose Autismus, hier ein paar „Wortfetzen“ was uns in den letzten Wochen an Aussagen begegnete. „Ich kenne auch einen Autisten, der nimmt es auch nicht so genau mit der Wahrheit“, „Das wurde dem Mädchen sicher nur eingeredet“, nur zwei der vielfältigen Dinge.

Ich möchte dazu anmerken, dass ich meiner Tochter auch nicht Champignons als Pommes „verkaufen“ kann. Champignons isst sie nicht und Pommes wie fast jedes Kind sehr gerne. Sie ist sehr wohl in der Lage zu differenzieren und besitzt eine eigene Meinung wie jeder Mensch. Und ich finde es schon äußerst dreist, wenn man nicht weiter weiß, zu behaupten, dass alles nur eingeredet wurde. Mir war gar nicht bewusst, dass ich meinem Kind einen so komplexen Tathergang, bei dem ich nicht mal anwesend war, einreden kann, und sie diesen dann unfallfrei mehrfach bei völlig unterschiedlichen Menschen wiedergeben könnte. Erstaunliche Unterstellungen, was ein autistischer Mensch so alles mit sich machen lassen würde. Als hätte er keine eigenen Empfindungen, Meinungen und Entscheidungsfreiheiten. Diskriminierend und menschenverachtend – meine Meinung.

 

An den/die Täter möchte ich auch noch etwas richten. Ich hoffe, dass der/die Täter noch in den Spiegel sehen kann/können. Ich könnte es an seiner/ihrer Stelle nicht. Er/sie/es sollte sich fragen, ob es einem geholfen hat, dass man diese letzte Erinnerung bei der Großen hinterlassen hat. Und Tränen, Tränen der Angst und des Schmerzes. Denn es wird die letzte Begegnung gewesen sein, es gibt kein Wiedersehen. Hoffentlich konnte man sich noch mit diesem Wissen entsprechend verabschieden? Wir werden alles Menschenmögliche dafür tun, dass sie kein weiteres Mal Opfer eines derartigen Traumas wird.

Und nein, für mich gibt es keinen Zweifel an dem, was meine Tochter sagt. Ich glaube an sie, dass habe ich schon immer getan. Und ich habe es nie bereut.

 

Wenn ihr uns helfen wollt oder könnt, jederzeit gerne! Wir können jede Hilfe und Unterstützung gebrauchen. Vor allem aber ein Ende der sozialen Isolation für ein liebenswürdiges Mädchen.

 

 

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12 Kommentare zu „Werkstatt für Menschen mit Behinderungen schützt seine Mitarbeiter nicht. (Re)Traumatisierung. Stigmatisierung.

    Jürgen Lerch sagte:
    12. Juni 2014 um 11:57 am

    Dieser Bericht versetzt mich in Fassungslosigkeit. Aber ehrlich gesagt (und das meine ich nicht Abwertend Ihnen gegenüber) wundert mich die Planlosigkeit in der Einrichtung Ihrer Tochter nicht … Es ist leider all zu offensichtlich, dass in allen Pflegeberufen (und dazu dürfte auch diese Einrichtung gehören) die Betreiber froh sind, wenn Sie überhaupt Personal bekommen. Fundierte Ausbildung ist da meist Fehlanzeige. Meist sind diese dann außerdem noch sicherlich unterbesetzt. Wem haben wir dies zu verdanken ? Ich denke hier ist die Politik sehr stark gefragt. Viele solcher Einrichtungen haben bis zu dem Entscheid über den Wegfall der Wehrpflicht oder Alternativ dem Zivildienst davon „gelebt“ eben solche Kräfte einsetzen zu können. Jetzt nimmt man was man kriegen kann, und das ist sicher eher das Spreu als der Weizen um das mal höflich auszudrücken. Ich denke mit dem „weißen Ring“ haben Sie eine Einrichtung gefunden, die fundiert helfen kann. Soweit mir der Autismus bekannt ist, wird das für Sie eine harte Zeit werden und ich wünsche Ihnen dafür alle Erdenkliche Kraft, die Sie aufbringen können um Ihrer Tochter den Schutz zu geben den Sie benötigt. Was Ihren Vorbehalt der Strafanzeige angeht: Ich würde damit NICHT warten und dies sofort in die Tat umsetzen. Aus Ihrem Schreiben heraus sind hier diverse Straftatbestände erfüllt: Zum Einen auf jeden Fall die Verletzung der Aufsichtspflicht gegenüber Schutzbefohlenen und der Täter hat sich sicherlich der Körperverletzung in Tateinheit mit Freiheitsberaubung strafbar gemacht. Wobei die Aussagen Ihrer Tochter ( „Ob es auch „Schwerverletzung“ sei, dass er sie umarmt hätte und ihr einen Kuss gegeben hätte.“ ) mich befermdlich stimmt. Hier wären bei mir ein ganzes Glockenspiel in Hochform gekommen. Hier stellt sich für mich die Frage der Vergewaltigung Ihrer Großen. Wenn ich das Recht gelesen habe war auch noch eine Frau mit beteiligt, die in diesem Fall sogar Mittäter war, was ebenfalls strafbar ist. Und Ihre Haltung das nicht an die Staatsorgane zu geben ist hier eher kontraproduktiv: Stellen Sie sich einmal die Frage: Wer könnte das nächste Opfer werden oder auch wieviele haben ebenfalls geschwiegen (aus Scharm?) ? … Hier muss eingeschritten werden, und das können Sie nur erreichen, wenn eben Polizei und Staatsanwaltschaft eingeschaltet werden. Sie selbst können nur ohnmächtig da stehen und sich Luft verschaffen mit solchen Blogbeiträgen wie diesem.

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    Jürgen Lerch sagte:
    12. Juni 2014 um 12:44 pm

    Nachtrag: Ich würde in diesem Fall auch die Strafanzeige nicht bei der Polizeistation um die Ecke machen sondern entweder beim Kriminaldauerdienst oder bei der Staatsanwaltschaft direkt. Die _müssen_ in dem Fall ermitteln. Bei der Polizeistation um die Ecke gibt es noch die Möglichkeit das der Beamte nicht die Schwere der Tat richtig einstuft…

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    Tama Rillo sagte:
    12. Juni 2014 um 8:25 pm

    Was mich persönlich am meisten schockiert ist die Tatsache, dass ich nicht schockiert bin…
    Es tut mir in der Seele weh, was diesem Mädchen/Frau angetan wurde,
    aber es überrascht mich nicht.
    Die meisten Opfer von (sexueller) Gewalt sind Frauen/Mädchen mit Behinderung.
    Das zeigt wie unglaublich schäbig ein Mensch sein muss, sich am Schwächsten zu vergreifen.

    Diesen Beitrag kann man nicht oft genug teilen und verbreiten, damit die Mitarbeiter und die Leitung der Werkstatt sich in Grund un Boden schämen, jegliche Schuld und Teilhabe an der Situation von sich zu weisen.
    Dann haben sie den Beruf verfehlt.

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    kanner840 sagte:
    13. Juni 2014 um 1:23 pm

    schlim was pasier ist :O darf nich sein! Politgirl ken ein wekrstat fur autisten in berlin lichtenberg nur fur autisten vieleich dahin gehen? kan die adrese schicken dir als pn oder so 🙂 gut besserung fur dein tochter 🙂

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      politgirl sagte:
      13. Juni 2014 um 6:17 pm

      Es geht nicht um meinen Sohn. Das ist ein Gastbeitrag, aber die Adresse würde ich interessieren. LG Doreen

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        kanner840 sagte:
        13. Juni 2014 um 6:21 pm

        wie sohn? dach tochter? ja adrese schreib dir pn oder wie? weis nich wie man macht

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        politgirl sagte:
        13. Juni 2014 um 6:27 pm

        Die Adresse kannst du doch hier reinschreiben, ich muss die Kommentare sowieso frei schalten. Ich habe einen autistischen Sohn und in meinem Blog kommen auch Gastschreiberinnen zu Wort. LG

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        kanner840 sagte:
        13. Juni 2014 um 6:29 pm
    Sebastian Böhm sagte:
    13. Juni 2014 um 2:14 pm

    Hier muss unbedingt Anzeige erstattet werden, schade dass dies nicht schon längst passiert ist. Wenn der Täter auf einem Plakat in der Werkstatt abgebildet ist, muss er dort ja bekannt sein. Bezüglich der Ausflüchte, die Tochter könnte sich das alles ausgedacht haben, sollte man sich vielleicht ein Fachgutachten eines Psychiaters besorgen, es ist davon auszugehen das die Tochter gar nicht lügen kann und Lügen hasst. Das ist ganz typisch für Autisten mit Kanner Syndrom.
    Mit Hilfe ihres bildlichen Gedächtnisses müsste es möglich sein, sehr viele Details über den Täter zu erfahren. Es bestehen gute Chancen, das er erwischt wird! Hier sollte man unbedingt handeln, auch oder gerade wenn die Werkstatt sich da quer stellt.
    Ich erinnere noch einmal daran, die Tochter gibt an, den betreffenden Mann auf einem Plakat gesehen zu haben. Ein Plakat kann ja vieles sein, vielleicht waren es auch Bilder, die dort ausgestellt waren.
    Bitte geht damit zur Polizei!

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    Gastbeitrag-Verfasserin sagte:
    13. Juni 2014 um 3:00 pm

    Vielen Dank für die vielen lieben Worte, Ratschläge und Ideen.

    Die Person, die meine Tochter auf einem Plakat erkannte ist angezeigt. Schon kurz nachdem die Große uns eröffnete, dass sie weggezerrt und ihr am Arm wehgetan wurde. Sexuell missbraucht wurde sie glücklicherweise nicht. Aber das was ihr widerfahren ist und der seelische „Schaden“ der bei ihr hinterlassen wurde, hätte eben gerade nicht passieren können, wenn die Werkstatt unsere Bedenken ernst genommen hätte und sie einfach nicht unbeaufsichtigt gelassen hätte. Deshalb ist eine Anzeige gegen die Werkstatt, gerade auch aufgrund der Haltung sich vollkommen gegen das Opfer zu stellen immer noch nicht vom Tisch. Bislang hatte ich davon abgesehen, weil man dachte, dass sich die Werkstatt auf die Seite ihres Mitarbeiters stellen und diesen gerade nach dem Passierten mit allen rechtlich zur Verfügung stehenden Mitteln schützen würde. Aber es kristallisiert sich immer mehr heraus, dass gerade das Gegenteil passiert. Man versucht sich zu winden, herauszureden und alles zu bagatellisieren. Für mich haben sie eindeutig verfehlt Betreuungsaufträge für Menschen mit Behinderung sorgfältig und gewissenhaft zu erfüllen.

    Über ein entsprechendes Fachgutachten wird sicherlich die Staatsanwaltschaft entscheiden, unsere Bereitschaft dazu besteht, gerade, weil dieses im Prozess eine deutliche Gewichtung haben wird. Ich sehe diesem sehr entspannt entgegen, weil ich denke, dass es ihre Glaubwürdigkeit bei den entsprechenden Stellen belegen wird. Die Vielzahl derer, die bisher mit meiner Tochter im Gespräch waren bis hin zu Therapeuten, die sie seit mehr als zehn Jahren kennen, kommen schon alleine zu dem Schluss, dass sie nicht lügt oder sich alles nur ausgedacht hat. Dazu kommt eben gerade der Punkt, dass ihr nach und nach immer noch weitere Details einfallen.

    Und ja, es ist schäbig, was man ihr angetan hat. Die Große wird mit viel Liebe und Zuspruch irgendwann hoffentlich wieder Vertrauen in ihre Umwelt erlangen. Aber der/die Täter muss/müssen ewig mit seiner/ihrer Schuld leben. Ob er/sie das wohl kann/können?

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    omenanto sagte:
    15. Juni 2014 um 10:46 am

    Hat dies auf omenanto rebloggt.

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    Froschs Blog: » Im Netz aufgefischt #166 sagte:
    15. Juni 2014 um 2:39 pm

    […] PolitGirl: Werkstatt für Menschen mit Behinderungen schützt seine Mitarbeiter nicht. (Re)Traumatisierung. Sti… (via @DoreenKroeber / […]

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