Leak:Entwurf zur Vorlage auf der 11. Sitzung des Fachbeirats Empfehlung des Fachbeirats Inklusion

Gepostet am Aktualisiert am


Sybille Volkholz 07.04.16

Entwurf zur Vorlage auf der 11. Sitzung des Fachbeirats

Empfehlung des Fachbeirats Inklusion/ Bilanz

Bilanz

Der „Fachbeirat Inklusion“ ist in Nachfolge des „Beirats Inklusive Schule in Berlin“ von der Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft berufen worden und hat im Oktober 2013 seine Arbeit aufgenommen und beendet sie im Juli 2016. Er wird dann zwölfmal getagt und drei Foren durchgeführt haben.

Neben den Vertreter*innen der Landesgremien waren Schulformvertreterinnen, sechs vom Landesbeirat für Behinderte benannte Personen, Verbandsverter*innen, Vertreter*innen zweier Wohlfahrtsverbände sowie vier Wissenschaftler*innen Mitglieder im Fachbeirat. (Anmerkung: Der Landeselternausschuss Schule Berlin ist seit Dezember 2014 nicht mehr vertreten.)

Seine Aufgabe war es, „unter Berücksichtigung der vorliegenden Empfehlung des Beirats „Inklusive Schule in Berlin“ dem weiteren Umsetzungsprozess konstruktiv zu begleiten und der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Empfehlungen zur weiteren Gestaltung des Umsetzungsprozesses zu unterbreiten. Dazu soll der Fachbeirat über die geplanten Umsetzungsschritte sowie die von der Projektgruppe Inklusion erarbeiteten Konzepte beraten.“

Mit der Vorlage „Eckpunkte für ein Konzept Inklusive Schule in Berlin“ hat die Projektgruppe weitgehend die Empfehlungen des Beirats „Inklusive Schule in Berlin“ in die Senatsplanungen übernommen. Der Fachbeirat hat dieses Konzept beraten und einige Änderungen vorgeschlagen. Diese wurden bis auf die gewünschte Änderung des Schulgesetzes weitgehend übernommen.

In den folgenden Sitzungen wurden das Konzept zur Einrichtung der Beratungs- und Unterstützungszentren, das Qualifizierungsprogramm zur Weiterentwicklung von Berliner Schulen auf dem Weg zur Inklusion, das Konzept zu Schwerpunktschulen, die Nutzung des Bonus-Programms für die Entwicklung zur inklusiven Schule, die Kooperation Schule- Jugend/Jugendsozialarbeit in den Schulen, der Entwurf zum neuen Rahmenlehrplan unter bes. Berücksichtigung der Einbeziehung der Schülerinnen

und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf „Lernen“, die Überlegungen zur Ausgestaltung der verlässlichen Grundausstattung für die Schulen nach Ersetzung der statusbezogenen Diagnostik für die sonderpädagogischen Förderschwerpunkte „Lernen“, „Emotionale Entwicklung“ und „Sprache“ durch eine lernbegleitende Förderdiagnostik, den Verfügungsfonds für Schulen auch zum Aufbau von „Innerschulischen Zentren für Inklusion“, Inklusion an beruflichen Schulen, das Konzept zu Schulhilfe/Schulassistenz. Einige der Konzepte wurden mehrfach behandelt.

Daneben gab es einen Bericht über die Normenprüfung des Berliner Schulgesetzes durch die Monitoringstelle zur UN-Behindertenrechtskonvention und Konsequenzen für die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft sowie einen Bericht der wissenschaftlichen Begleitung „BASIS“.

Der Beirat wurde kontinuierlich über die Haushaltsansätze für die Weiterentwicklung der inklusiven Schule in Berlin informiert und über die Umsetzung der Konzepte.

Der Fachbeirat hat jeweils die Konzepte kommentiert und mit Änderungsvorschlägen versehen. Die Senatsbildungsverwaltung ist diesen Vorschlägen weitgehend gefolgt.

Es haben drei Fachforen Inklusion stattgefunden. Am 8. Oktober 2014 wurden die bis dahin bearbeiteten Konzepte einem breiteren Fachpublikum vorgestellt, am 3. Juni 2015 wurden zu diesen Konzepten Vertreter*innen aus fünf weiteren Bundesländern angehört und mit ihnen die Erfahrungen in der Weiterentwicklung der inklusiven Schulen ausgetauscht. Am 11. Juni 2016 werden vor allem Eltern die Gelegenheit erhalten, ihre Erfahrungen und Erwartungen an die Weiterentwicklung der inklusiven Schule einzubringen.

Die Foren haben die Funktion, Multiplikation und kritische Begleitung des Prozesses zu sein, gut erfüllt.

Die Vorsitzende des Fachbeirats hat an verschiedenen Veranstaltungen teilgenommen und die Arbeit präsentiert, auch im Abgeordnetenhaus von Berlin am 20. November 2014 im Rahmen einer Anhörung zum „Stand und Perspektiven der Inklusion – wie geht es weiter mit der inklusiven Schule?“

Zusammenfassende Einschätzung

Die Senatsverwaltung versucht in den Facharbeitsgruppen viele Akteure zu beteiligen und damit viel Kompetenz einzubinden. Daher haben die Konzepte schon einen breiten Diskussionsprozess hinter sich, bevor sie dem Fachbeirat vorgelegt werden.

Der Fachbeirat hat dabei die Funktion, weitere Fachleute bzw. Vertreter*innen aus Berlin in die Debatte einzubeziehen, die bei der Weiterentwicklung der Berliner Schule wichtig sind. Wieweit dies gelungen ist, müssen am ehesten die Beteiligten selbst beurteilen und die Frage beantworten, wieweit die Konzepte und Umsetzungen in die vertretenen Gremien und Verbände weiter gegeben worden sind.

Die Arbeit im Fachbeirat selbst war konstruktiv und kritisch und hat sehr zur produktiven Bearbeitung der Inklusiven Schule in Berlin beigetragen. Sicher hätte häufig die Zeit für Diskussionen länger sein können, aber bei vier dreistündigen Sitzungen im Jahr besteht ein gewisser Zeitdruck, wenn alle Konzepte bearbeitet werden sollen.

Insgesamt hat die Arbeit des Fachbeirats auch dazu beigetragen, dass die Diskussion in und um die inklusive Schule von der Konfrontation zur konstruktiven Zusammenarbeit gefunden hat, erheblich versachlicht worden ist und sich an der Lösung von Problemen orientiert.

Empfehlung

Der Fachbeirat Inklusion empfiehlt, auch im der nächsten Legislaturperiode ein vergleichbares Gremium bei der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft einzurichten. Dabei sollte die Entwicklung der Kindertagesstätten, der beruflichen Bildung sowie die Einrichtungen der Weiterbildung ebenso begleitet werden.

Zusätzlich wird ein Beirat „Inklusives Berlin“ beim Regierenden Bürgermeister empfohlen. Dieser sollte die Aufgabe haben, die Entwicklung der gesamten Stadt zu begleiten.

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