Paul und Charlotte Kniese Schule

New: Liste der inklusiven Schwerpunktschulen ab 2016/2017 in Berlin

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Guten Morgen,

frisch aus der U-Bahn 🙂

Eure Doreen

 

Mitglieder des Fachbeirats Inklusion

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich kann Ihnen heute mitteilen, dass die in der nachstehenden Liste aufgeführten sechs Schulen heute ein Schreiben von Frau Senatorin Scheeres erhalten haben, in dem Ihnen mitgeteilt wird, dass sie sich entsprechend ihrer Interessenbekundung ab dem kommenden Schuljahr als Inklusive Schwerpunktschulen profilieren können. Diese Schulen werden in der kommenden Woche auch noch die Expertisen der Facharbeitsgruppen zu den einzelnen sonderpädagogischen Förderschwerpunkten erhalten.  (Anmerkung: Wer nicht warten möchte, kann mich anschreiben, ich habe alle Expertisen aus den Facharbeitsgruppen, teilweise habe ich jene hier veröffentlicht.)

·         Grundschule am Barbarossaplatz (07G18), Förderschwerpunkte Geistige Entwicklung und Körperlich und motorische Entwicklung, Tempelhof-Schöneberg

·         Grundschule am Rüdesheimer Platz (04G19), Förderschwerpunkte Geistige Entwicklung und Körperlich und motorische Entwicklung, Charlottenburg-Wilmersdorf

·         Paul-und-Charlotte-Kniese- Schule, Gemeinschaftsschule (11K12), Förderschwerpunkte Körperlich und motorische Entwicklung und Sehen, Lichtenberg (Anmerkung: Eigentlich haben wir , der Bezirksschulbeirat Lichtenberg und die BVV Lichtenberg, die Förderschwerpunkte „Geistige Entwicklung“ und Sehen beschlossen und zugestimmt.)

·         Charlotte-Salomon-Grundschule (02G13), Förderschwerpunkte Geistige Entwicklung, Körperlich und motorische Entwicklung und Hören und  Kommunikation, Friedrichshain-Kreuzberg

·         Schule am Königstor, ISS (02K05), Förderschwerpunkte Geistige Entwicklung und Autismus, Friedrichshain-Kreuzberg

·         Schule am Grüngürtel , (05G09), Förderschwerpunkte Geistige Entwicklung und Körperlich und motorische Entwicklung, Spandau

 

Endlich offiziell:Gemeinsames Lernen mit und ohne Förderbedarf an der Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule

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Jetzt gibt es endlich die offizielle Verlautbarung dessen, was ich unlängst mitgeteilt habe. Hier lang zur Historie der Geschichte, denn die hat es wirklich in sich, denn es entspricht nicht den Tatsachen,dass das Bezirksamt sich seit 2011 aktiv eingesetzt hat! Aber so etwas schreibt man natürlich nicht.

https://politgirl.wordpress.com/tag/paul-und-charlotte-kniese-schule-berlin/

Eure Doreen
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Gemeinsames Lernen mit und ohne Förderbedarf an der Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule

Pressemitteilung

Berlin, den 11.01.2013

Entwicklung der Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule zur inklusiven Gemeinschaftsschule möglich Gemeinsames Lernen von Kindern mit und ohne Förderbedarf

Der Weg für eine Entwicklung der Lichtenberger Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule zu einer inklusiven Gemeinschaftsschule ist frei.

Die Schule – bisher Verbund eines Förderzentrums mit dem Förderschwerpunkt Sehen und einer Grundschule – überlegt bereits seit 2011 Gemeinschaftsschule zu werden. Mit der entsprechenden Unterstützung durch das Bezirksamt von Beginn an hat der Senat nun für die Entwicklung zu einer inklusiven Gemeinschaftsschule zum Schuljahr 2014/15 grünes Licht gegeben.

Dazu Bildungsstadträtin Kerstin Beurich (SPD): „Die seit 2011 geführten gemeinsamen Gespräche zwischen Schule, Bezirksamt und Senatsverwaltung haben ein überaus erfreuliches Ergebnis gebracht. Die Entwicklung der Schule hin zu einer inklusiven Gemeinschaftsschule wird sie zu einem wegweisenden Modell für die ganze Stadt machen. Ich befürworte das Modell Gemeinschaftsschule sehr und hoffe, dass dieser große Schritt einer weiteren Schule nach vorn auch anderen Schulen Mut macht, die Chance, selbst Gemeinschaftsschule zu werden, zu ergreifen!“.

Die Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule wäre damit die zweite Gemeinschaftsschule in Lichtenberg. Sie würde als inklusive Gemeinschaftsschule das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf von der Schulanfangsphase bis zur Klassenstufe 10 ermöglichen.

Für die gemeinsam geplante Entwicklung zur Gemeinschaftsschule wird gegenwärtig ein Konzept erarbeitet.

Damit würde Lichtenberg dann in beiden ehemaligen Alt-Bezirken (Hohenschönausen und Lichtenberg) jeweils eine Gemeinschaftsschule anbieten.

Weitere Informationen:

Bezirksamt Lichtenberg

Abteilung Bildung, Kultur, Soziales und Sport

Kai-Uwe Heymann

Referent der Bezirksstadträtin

Telefon 90296-8003

http://www.berlin.de/ba-lichtenberg/presse/archiv/20130111.0755.380081.html

Endscheidung zur Inklusion in der Paul und Charlotte Kniese Schule

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Hier entlang zur Historie der ganzen Geschichte.

Vorhin erhielt ich folgende E-Mail:

„Die Senatorin hat entschieden, dass zum Schuljahr 2013/14 zwei ISS-Klassen an der Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule eingerichtet werden. Im Weiteren wird die Schule zum Schuljahr 2014/15 in eine inklusive Gemeinschaftsschule mit dem sonderpädgaogischen Förderschwerpunkt „Sehen“ umgewandelt.

An dem Entscheidungsprozess war die Schule unmittelbar beteiligt. Die Entscheidung entspricht ebenfalls dem Wunsch der Eltern.“

Ich wusste es bereits letzte Woche Freitag, habe aber um das Projekt nicht zu gefährden einfach mal nichts gesagt.

Und nun:

Sekt für alle.

Eure Doreen
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Gestriger BVV Beschluss:Gemeinsames Lernen in der Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule erhalten

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Guten Morgen meine lieben Leserinnen,

hier der Beschlusstext mit den Änderungen. Im Original ist er noch nicht zu finden, da kurz vor der Abstimmung noch Ergänzungen eingefügt worden sind. Ich werde sie fett darstellen:-))

Wenn ich etwas mehr Zeit gefunden habe, werde ich von der Sitzung und wie es zu den Einfügungen kam;-)

Einen flauschigen fetten Dank, an alle die mich dabei unterstützt haben. Dem Antrag sind alle Fraktionen der BVV kurz vor der Sitzung beigetreten, ausser die Piraten – schämt euch.

Und:

Die Eltern und Kinder und die Schulleiterin waren ebenfalls bis zum Schluss anwesend. Gandios. Einfach episch! Heute gibt es einen Termin im Hause von Frau Scheeres, wo über das weitere „Schicksal“ der inklusiven Beschulung, die immer hin bereits seit 10 Jahren praktiziert und damals auch genehmigt wurde. (Schreiben liegt mir hier vor,kann ich b.Bedarf gerne verschicken.)

Eure Doreen

Drucksache – DS/0547/VII

Gemeinsames Lernen in der Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule erhalten

Original:Das Bezirksamt wird ersucht sich beim Senat dafür einzusetzen, dass der erfolgreiche Weg des gemeinsamen Lernens von Kindern mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf in der Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule nach Abschluss der Grundschulzeit in der Sekundarstufe I und II auch im Schuljahr 2013/14 fortgeführt wird. Das Bezirksamt möge beim Berliner Senat darauf dringen, dass der Antrag der Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule auf Festlegung zu einer „Inklusiven Schwerpunktschule“ positiv beschieden wird und berichtet der BVV zum aktuellen Stand in der Februarsitzung 2013.

 

Das Bezirksamt wird ersucht sich beim Senat dafür einzusetzen, dass der erfolgreiche Weg des gemeinsamen Lernens von Kindern mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf in der Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule nach Abschluss der Grundschulzeit in der Sekundarstufe I und II auch im Schuljahr 2013/14 fortgeführt wird.
Das Bezirksamt wird ersucht, in einem zweiten Schritt beim Berliner Senat darauf zu dringen, dass der Antrag der Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule auf Festlegung zu einer „Inklusiven Schwerpunktschule“ zum Schuljahr 2014/15 positiv beschieden wird und berichtet der BVV zum aktuellen Stand in der Februarsitzung 2013.
Begründung:
Die Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule ist eine Schule mit anerkanntem sonderpädagogischem Förderbedarf „Sehen“, teilweise verbunden mit anderen Förderbedarfen wie „Hören“ oder „Lernen“ und parallel auch eine reguläre Grundschule. Seit einigen Jahren lernen hier erfolgreich Kinder mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf auch nach Abschluss der Grundschulzeit in der Sekundarstufe gemeinsam in einer Klasse. Damit wird die Kniese-Schule in ihrer Lehr- und Lernmethodik bereits den vom Senat angestrebten grundsätzlichen Prinzipien der geplanten „Inklusiven Schwerpunktschulen“ gerecht.
Mit der Einführung der Integrierten Sekundarschule im Schuljahr 2011/12 gab es veränderte Aufnahmekriterien für die Oberschulen. Da aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine verbindlichen Rechtsgrundlagen für die Umsetzung der Inklusion an den Berliner Schulen existieren – und dies auch nicht bis zum Sommer 2013 zu erwarten ist – wurde der Antrag der Schule für einen Modellversuch „Inklusive Schwerpunktschule“ bisher nicht beschieden.
Dies hat zur Folge, dass zukünftig keine Schüler/innen ohne sonderpädagogischen Förderbedarf in die Oberstufe der Schule aufgenommen werden dürfen. Damit könnte das erfolgreiche Konzept der Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule ab dem Schuljahr 2013/14 nicht fortgeführt werden.
Für einen Schulversuch bedarf es keiner Gesetzesänderung sondern lediglich des politischen Willens. Lichtenberg hat diesen Willen und fordert ihn nun auch vom Senat und Abgeordnetenhaus ein!

Heute i.d.Berliner Zeitung: Inklusive Schule vor dem aus

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Die Berliner Zeitung hat heute die Problematik mit der Paul und Charlotte Kniese Schule aufgenommen und berichtet.

Eure Doreen
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BILDUNG Inklusive Schule vor dem Aus Von Martin Klesmann

BERLIN – Die Eltern einer Förderschule in Lichtenberg schreiben einen Protestbrief, weil die Schulverwaltung behinderte und nichtbehinderte Kinder nicht mehr zusammen unterrichten lassen will.

Die Eltern der Paul- und Charlotte-Kniese-Schule in Lichtenberg sind empört. Bisher lernten an ihrer Schule behinderte, vor allem sehbehinderte Kinder gemeinsam mit nichtbehinderten Schülern. Nun plant die Schulverwaltung aufgrund einer neuen Regelung, dass bei den Anmeldungen im Februar für die siebten Klassen keine nichtbehinderten Schüler mehr aufgenommen werden sollen.

Das sei absurd, betonen die Eltern nun in einem offenen Brief. Denn der Senat will gerade für ganz Berlin die Inklusion umsetzen. Das heißt: Behinderte und nichtbehinderte Kinder sollen gemeinsam unterrichtet werden. Möglichst alle Kinder mit Behinderung sollen eine Regelschule besuchen. Die Kniese-Schule hatte gerade erst beantragt, eine „Inklusive Schwerpunktschule“ zu werden.

Schulsenatorin Sandra Scheeres (SPD) will erst abwarten, welche Vorschläge der Beirat für Inklusion im Frühjahr macht. Klar ist inzwischen, dass der bisherige Schulrat Mario Dobe künftig in einer Projektstelle der Bildungsverwaltung die weiteren Details regeln soll. Dobe soll ermitteln, wie viel zusätzliches Geld das neue Inklusionskonzept erfordert und wie es rechtlich umgesetzt werden soll.

LEAK:Offener Brief d. Eltern d. Paul und Charlotte Kniese Schule

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So, da bin ich wieder:-)

Mir wurde durch die Elternvertreterinnen der o.g. Schule (Förderzentrum „Sehen“)  erlaubt einen Brief zu veröffentlichen, der an alle Fraktionen im Abgeordnetenhaus von Berlin sowie an alle Fraktionen der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg am 26. 11. 2012 per E-Mail verschickt worden ist.

Hier geht es zum Ursprungsartikel samt Kommentare: Senatsv. f. Bildung versucht eine seit Jahren inklusiv arbeitende Schule abzuwickeln 

Aufgrund diesen Blogartikel wurde das Thema in der letzten Abgeordnetenhaussitzung in der spontanen Fragestunde kurz besprochen.

Zitat: „Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule

Erich-Kurz-Str. 6-10

10319 Berlin

Modellversuch „Inklusive Schwerpunktschule“

Sehr geehrter xxxxx!

Mit großem Unverständnis haben wir Eltern der Kinder aus der derzeitigen Klassenstufe 6 der Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule in Berlin-Lichtenberg davon Kenntnis erhalten, dass es ab dem Sommer 2013 aufgrund von Schulreform-Maßnahmen seitens des Berliner Senats zu maßgeblichen Veränderungen bei der Beschulung der Oberstufe an dieser Schule kommt.

Unsere Kinder besuchen seit einigen Jahren bzw. seit Schulbeginn speziell diese Schule, da sie einen anerkannten sonderpädago-gischen Förderbedarf „Sehen“, teilweise  verbunden mit anderem Förderbedarf wie „Hören“ oder „Lernen“, haben und diese Schule in jeglicher Hinsicht auf ihre speziellen Bedürfnisse und Anforderungen angepaßt ist.

Ein ganz wesentlicher Aspekt der Beschulung hier bildet für uns Eltern der Umstand, dass die Kinder hier auch in Gemeinschaft mit ähnlich beeinträchtigten Kindern lernen (also keine Einzelfälle darstellen!), aber auch ein ausgewogenes Verhältnis von Schülern mit und ohne Beeinträchtigungen besteht. Hier an dieser Schule ist es bisher sehr gut gelungen, allen Kindern und Jugendlichen, mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf, in ihren differenzierten Bedürfnissen und Leistungsvermögen bei der Gestal-tung des Schulalltags und des sozialen Umfeldes gerecht zu werden. Damit wird die Kniese-Schule in ihrer Lehr- und Lernmetho-dik den vom Senat angestrebten grundsätzlichen Prinzipien der geplanten „Inklusiven Schwerpunktschulen“ in jedem Fall gerecht.

Infolge der geplanten Veränderungen ist eine weitere Beschulung unserer Kinder ab der Klasse 7, so wie es bisher in der Vergan-genheit an der Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule praktiziert worden ist, grundsätzlich in Frage gestellt und hat bei uns Eltern und den Kindern zu großem Unverständnis, Unsicherheit und vielen offenen Fragen geführt.

Als Grund für die geplanten Änderungen hinsichtlich der Beschulung ab der Oberstufe wurde seitens des Senats angegeben, dass es seit diesem Jahr geänderte Richtlinien zum Aufnahmeverfahren von Schülern an Schulen mit sonderpädagogischem Förderbe-darf gibt, was zur Konsequenz hat, dass ab der Klasse 7 keine „nichtbehinderten“ Schüler mehr an dieser Schule aufgenommen werden, so wie es in der Vergangenheit gehandhabt wurde. Es wurde nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die an der Kniese-Schule bisher an der Oberstufe praktizierte Art und Weise der gemeinsamen Unterrichtung von Kindern/Jugendlichen mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf außerhalb existierender Rechtsgrundlagen erfolgt ist, also vonseiten des Berliner Senats mehr oder weniger „geduldet“ wurde.

Bereits im Frühjahr dieses Jahres hat die Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule den Antrag auf Festlegung zu einer „Inklusiven Schwerpunktschule“ gestellt. Da es zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine verbindlichen Rechtsgrundlagen für die Umsetzung der Inklusion an den  Berliner Schulen gibt und dies auch nicht bis zum Sommer 2013 zu  erwarten ist, wurde dieser Antrag der Schule seitens des Senats bisher nicht positiv beschieden. Dies hat zur Folge, dass im kommenden Schuljahr keine Schüler ohne sonderpädagogischen Förderbedarf in die Oberstufe der Kniese-Schule mehr aufgenommen werden dürfen.

Aus vorstehend genannten Gründen wenden wir Eltern uns auch im Namen unserer Kinder  mit der Bitte an Sie, uns in unserem Bemühen um ein mögliches Projekt der   Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule als Modellversuch für eine „Inklusive Schwerpunktschule“  zu unterstützen.

Damit könnte diese Schule ihr bisher praktiziertes Konzept der Unterrichtung an der Oberstufe in der Zeit, bis ein endgültiger Entscheid seitens des Berliner Senats bzgl. der Festlegung zur „Inklusiven Schwerpunktschule“ getroffen wird, in einem „offi-ziellen“ Rahmen fortführen. Dies wäre aber auch eine berechtigte Anerkennung und Würdigung all der in den vergangenen Jah-ren erbrachten Leistungen, Mühen und Erfolge dieser Schule als „ungeahnter Vorreiter“ für das geplante Konzept „Inklusion“. Mit Sicherheit werden aus den dort jahrelang gemachten Erfahrungen alle anderen künftig nach diesem Konzept arbeitenden Berli-ner Schulen großen Nutzen ziehen können.

Nicht zuletzt würde uns betroffenen Eltern der Kinder der derzeitigen Klassenstufe 6, speziell der Kinder mit sonderpädago-gischem Förderbedarf, eine ganz große Sorge um den weiteren schulischen und entwicklungsmäßigen Werdegang unserer Kinder ab dem kommenden Schuljahr genommen werden!

Da diese Angelegenheit für uns von großer Dringlichkeit ist (auch zeitlich gesehen, da ab Januar die entsprechenden Vorbe-reitungen für den Schulwechsel ab dem Sommer 2013 laufen), wenden wir uns mit unserer Bitte an  alle Fraktionen des Berliner Abgeordnetenhauses sowie an die einzelnen Fraktionen der Bezirksverordnetenversammlung Berlin-Lichtenberg und hoffen auf eine schnelle positive Reaktion Ihrerseits.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen stellvertretend für alle anderen in dieser Angelegenheit involvierten Eltern gern zur Verfügung.

Annette Roscher“

Bislang gab es Rückmeldungen aus 2 Fraktionen der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg, der CDU sowie Linkspartei.

Den Kontakt zu den Eltern kann ich jeder Zeit herstellen, wenn gewünscht.

Eure Doreen
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Senatsv. f. Bildung versucht eine seit Jahren inklusiv arbeitende Schule abzuwickeln

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Folgender Artikel war am Samstag in der BZ Berlin zu lesen:

SENATS-BESCHLUSS
Behinderter darf nicht mit Gesunden lernen
18. November 2012 11:41 Uhr, Ingar Benke | Aktualisiert 11:41
Weil der Senat Unterricht von sehbehinderten und gesunden Kindern verbietet, soll Niclas seine Schule verlassen.

Die Buchstaben im Schulheft kann Niclas Dombrowski (11) ohne Hilfe nicht entziffern. Der Sechstklässler ist sehbehindert. An seiner Lichtenberger Schule lernt er trotzdem in einer ganz normalen Klasse, gemeinsam mit Nichtbehinderten. Doch der Senat hat beschlossen: Im kommenden Schuljahr ist Schluss!

„Es gibt in Berlin keine Rechtsgrundlage für eine solche inklusive Schule“, nennt die Senatsverwaltung für Bildung auf B.Z.-Anfrage als Grund für die Entscheidung. Dabei wirbt die Behörde damit, dass Berlin beim inklusiven Lernen „eine Spitzenposition im bundesweiten Vergleich“ hat.

Dazu beigetragen hat sicher auch die Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule in Friedrichsfelde. Seit Jahren werden dort Behinderte und Nichtbehinderte in allen Altersklassen gemeinsam unterrichtet. „Unsere Schüler profitieren davon. Die Behinderten, in dem ihnen geholfen wird. Die anderen weil sie Verantwortung lernen“, sagt Schulleiterin Birgit Danicke. Dass sie diese Praxis nun ausgerechnet im Zuge des neuen Inklusionskonzeptes einstellen muss, empfindet sie als Hohn.

Doch die Entscheidung steht: Da es sich bei der Einrichtung um eine Sehbehindertenschule handelt, müssen Kinder ohne sonderpädagogischen Förderschwerpunkt die Schule ab sofort nach der sechsten Klasse verlassen. Ab 2013 werden die behinderten Schüler dann entweder allein unterrichtet oder gar nicht mehr! Denn in Niclas’ Jahrgangsstufe sind zu wenig behinderte Kinder, um die Klasse zu erhalten.

Der Junge ist traurig: „Ich war schon auf vier Schulen. Überall wurde ich wegen meiner Krankheit gemobbt. Hier fühle ich mich endlich wohl.“ Sein Vater Nico Dombrowski hat gemeinsam mit den anderen Eltern Briefe an Senat, Bund und Bezirk verfasst. Sie fordern eine Übergangslösung, denn schließlich wird an einem entsprechenden Gesetz längst gearbeitet.

Eine Umsetzung zum Schuljahr 2013/14 ist allerdings laut Schulaufsicht nicht zu erwarten. Heißt wohl: Würden die Behörden schneller arbeiten, müssten sich Niclas und seine Mitschüler um das kommende Schuljahr nicht sorgen.

Quelle: http://www.bz-berlin.de/bezirk/lichtenberg/behinderter-darf-nicht-mit-gesunden-lernen-article1584035.html

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Wir haben gestern in der Sitzung des Bezirksschulbeirates Lichtenberg einen Teilerfolg errungen! An der Paul und Charlotte Kniese Schule wird zumindest für das kommende Schuljahr in der Oberstufe eine Klasse für die sehbehinderten Kinder eingerichtet, auch wenn sich weniger als neun anmelden.

 Aber wie kam es dazu?

Da das Förderzentrum sich in meinem Bezirk  befindet, holte ich den Sachverhalt „Behinderte dürfen nicht mit Gesunden lernen“  kurzerhand auf die Tagesordnung der Sitzung des Bezirksschulbeirates Lichtenberg , die zufällig gestern stattfand.

Im Vorfeld zur Sitzung habe ich versucht,  die Eltern der Kinder sowie Lehrervertreterinnen zu erreichen, um sie zur Sitzung einzuladen. Ohne Eltern geht nichts, das ist mein Arbeitsgrundsatz. Leider musste ich dann erfahren, dass zeitgleich die Schulkonferenz der Schule zum Thema tagt und es unklar sei, ob ich überhaupt jemanden aus der Schule in meiner Sitzung begrüßen könne.

Daraufhin schrieb ich zusätzlich E-Mails an das Schulamt sowie an den Leiter der Außenstelle der Senatsverwaltung und die zuständige Schulstadträtin und bat für den Abend um Aufklärung zu diesem dringenden Tagesordnungspunkt.

Durch meine  Teilnahme an der AG Inklusion im Bezirk, insbesondere  an der letzten Sitzung am 26. September  2012, wusste ich bereits Folgendes:

Die Paul und Charlotte Kniese Schule ist eine Grundschule (Regelschule) sowie ein Förderzentrum „Sehen“ (Grund- und Oberschule) in Kooperation.

Zwei Schulen unter einem Dach,  perfekt für die Inklusion.

Seit ca. acht Jahren werden in der Oberstufe nicht nur Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Sehen unterrichtet, sondern auch solche ohne Förderschwerpunkt. Die Ausnahmegenehmigung wurde durch den damaligen Referatsleiter in der Senatsverwaltung für Bildung Dr. Hübner sowie dem damaligen Leiter (?)  der Außenstelle schriftlich erteilt. Das Dokument von 1993 liegt mir vor.

Im Zuge der Debatte zum vorgelegten Entwurf des Inklusionskonzeptes für Berliner Schulen sowie der Bereitstellung von 1 Million Euro (für alle Berliner Schulen)  im Landeshaushalt für vorbereitende bauliche Maßnahmen erstellte die Paul und Charlotte Kniese Schule ein Konzept für eine inklusive Schwerpunktschule und stellte an die Senatsverwaltung einen entsprechenden Antrag.

Das war vor ca. einem Jahr. Seitdem wurde auf Antwort gewartet und gewartet und es gab dann abschlägige telefonische Auskünfte.

Die Begründung war und ist bis heute: Es gibt diese Form der Beschulung in Berlin nicht und solange das neue Inklusionskonzept nicht fertig ist, kann auch keine Genehmigung erteilt werden und die alte bislang praktizierte Beschulungsform darf nicht weiter geführt werden.

In der AG Inklusion im Bezirk sprachen wir in der letzten Sitzung darüber und entwarfen einen „Schlachtplan“.

Unter anderem  sollte ein paar Tage später ein Treffen  mit der Schulleiterin und dem Amt/Schulaufsicht  stattfinden, um  gemeinsam ein Unterstützungsschreiben zu  formulieren. Das sollte unterstützend die Schulstadträtin Frau Beurich an die Schulsenatorin Frau Scheeres bis 15. Oktober 2012 als Auftrag der AG Inklusion weiterleiten.

Dieses ist NICHT geschehen, wie ich gestern Vormittag erfuhr.

Vor zwei Wochen ist schließlich in der Schule die Situation leicht „entgleist“. Die Schülerinnen und Schüler  haben davon erfahren, dass sie zum kommenden Schuljahr in der Oberstufe nicht mehr gemeinsam mit Regelschülern unterrichtet werden dürfen. Letztere müssen die Schule verlassen und ob die benötigte Klassenstärke für die Einrichtung einer „Sehbehindertenklasse“ erreicht werden kann –  normal sind zwölf –  ist auch fraglich.

Die Eltern protestierten, aber die zuständige Mitarbeiterin der Senatsschulverwaltung blieb hart. Die Regelschüler müssen die Schule wechseln und nur, wenn neun Schüler mit dem Förderschwerpunkt Sehen zusammen kämen, könne  eine Klasse eingerichtet werden. Dieser Kompromiss könne  angeboten werden. Wenn keine neun Schülerinnen zusammen kämen, müssten die Schüler an die Zeune Schule  (Schule für Blinde) wechseln.

Bääähm, so etwas sitzt Müttern und Vätern schwer im Magen, so darf man nicht mit Eltern von behinderten Kindern und mit den Kindern  schon gar nicht umgehen. Wie oft muss das eigentlich noch gesagt werden? Das ist ein unmenschlicher, unwürdiger Umgang. 

Zurück zur Sitzung des Bezirksschulbeirates: Der Ratssaal war voll, so etwas hatte ich in den letzten zwei Jahren nicht erlebt:-) und besonders die anwesenden Schülerinnen waren wunderbar<3.

Von der Paula und Charlotte Kniese Schule waren zudem eine Lehrerin sowie zwei Eltern anwesend. Großartige Menschen <3.

Fazit: Große Diskussion und der Vertreter der Senatsschulverwaltung wurde von mir „festgenagelt“ mit seiner Aussage:

Es wird  zumindest für das kommende Schuljahr in der Oberstufe eine Klasse für die sehbehinderten Kinder eingerichtet, auch wenn es weniger als neun Schüler sind.

Das habe ich mir mindestens dreimal bestätigen lassen und wir haben es wörtlich ins Protokoll aufgenommen.

Eure Doreen

P.S. Es gibt noch rechtliche Dinge zu klären, das werde ich aber über eine kleine Anfrage versuchen oder ich nehme meine Freunde aus der Presse zu Hilfe. Ich bin ja nur eine kleine Bloggerin:-)
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